Feuerschutz und Barrierefreiheit – ein Widerspruch?

29/01/2013
Feuerschutztüren müssen im Regelbetrieb Komfort und Barrierefreiheit bieten und im Sonderfall „Brandalarm“ als Feuerschutzelement funktionieren. Peneder Feuerschutz löst diese Herausforderung sehr verantwortungsbewusst. Keine Kompromisse, wenn es um Ihre Sicherheit geht.

Früher wurde Barrierefreiheit von Gebäuden fast ausschließlich mit rollstuhlgerechter Bauweise verbunden. Heute weiß man, dass barrierefreie Bauweise allen Menschen zu Gute kommt – vom Kleinkind über die Mutter mit dem Kinderwagen, Personen mit Gipsfuß und Krücken bis hin zu älteren Menschen.
 



Die rechtlichen Rahmenbedingungen

In Österreich gilt für die barrierefreie Gestaltung von Gebäuden die OIB-Richtlinie 4 „Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit“. Die ÖNORM B 1600 Ausgabe 2005 „Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen“ findet in dieser Richtlinie über weite Strecken Anwendung.

Für Hersteller von Feuerschutztüren ist die Thematik besonders heikel. Einerseits schreibt das technische Regelwerk des Brandschutzes Türschließer vor, die mindestens auf die Größe 3 einzustellen sind. Andererseits fordert aber die Bauordnung für barrierefreie Anwendungen im Regelbetrieb maximale Bedienkräfte von 25N (einfach ausgedrückt bedeutet das einen „Kraftaufwand“ von etwa 2,5 Kilogramm).

Die Kombination aus beiden Anforderungen ist mit herkömmlichen mechanischen Türschließern praktisch nicht zu bewerkstelligen. Dazu sind die Bedingungen im Echtbetrieb viel zu unterschiedlich.
 

Feuerschutz und Barrierefreiheit sind kein Widerspruch

Türen mit Anforderungen an Feuerschutz und Barrierefreiheit sind machbar. Peneder geht dabei aber keine Gratwanderung ein, die auf reinen Laborwerten beruht, sondern führt als verantwortungsbewusster Hersteller barrierefreie Feuerschutzelemente immer mit zusätzlichen Maßnahmen aus.

http://www.peneder.com/media/image/image106016.jpg  Die einfachste und kostengünstigste Methode ist die 
  standardmäßige Offenhaltung von Türen mittels Haftmagnet oder
  Türschließern mit elektromechanischer Feststellung.

 

 

Sehr komfortabel sind die Freilauftürschließer. Bei dieser Bauart wird der Schließer mit der ersten Initialöffnung „aufgezogen“. Danach lässt sich die Tür öffnen und schließen, als wäre gar kein Schließer montiert. Wenn die Tür durch den Benutzer nicht geschlossen wird, bleibt sie allerdings offen stehen. Sobald über die Brandmeldeanlage ein Impuls kommt, schaltet der Schließer um und schließt die Tür verlässlich.

http://www.peneder.com/media/image/image103273.jpg  Angetriebene Türen sind die komfortabelste, aber auch die
  aufwändigste Lösung. Die beste und effizienteste Lösung lässt sich 
  immer nur im Zusammenspiel mit den Nutzungsanforderungen im
  Regelbetrieb ermitteln. Auch Anforderungen an Notausgangs- und
  Paniktüren lassen sich integrieren.

 

Zu beachten ist, dass nur mit der Einhaltung von Bedienkräften eine Tür noch nicht den Anforderungen an Barrierefreiheit entspricht. Weitere Anforderungen gem. ÖNORM B 1600 sind zum Beispiel die nutzbaren Durchgangslichten, die farbliche Gestaltung und Kennzeichnung der Türen, die Verwendung von geeigneten Beschlägen, die Beachtung von bestimmten Einbausituationen, etc.

Ihr Peneder Feuerschutz Berater unterstützt Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Türen für Ihre Anforderungen.

Die regelmäßige Wartung und Überprüfung der Türen sichert die Einhaltung der Vorgaben für die barrierefreie Nutzung. Überlassen Sie Service und Wartung den Profis: FIX Gebäudersicherheit + Service

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