Änderung der ÖNORM B 3850
per 1.4.2014

20/05/2014
Die österreichische Produktnorm für Feuerschutztüren die ÖNORM B 3850 * – ist am 1.4.2014 in einer neuen Fassung veröffentlicht worden. Ab sofort dürfen Feuerschutzabschlüsse nur noch als vollständiges, brauchbares Bauprodukt von einem Hersteller in Verkehr gebracht werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass Türblatt und Zarge sowie alle erforderlichen Ein- und Anbauten vom Hersteller nur mehr als Einheit bereitgestellt und geliefert werden dürfen. Peneder als Hersteller ist damit voll verantwortlich für alle Komponenten geprüfter Feuerschutzabschlüsse und sorgt auch für die in Österreich gesetzlich vorgeschriebene ÜA-Kennzeichnung am Gesamtelement.

Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt 8 der ÖNORM B 3850:

"8 Bereitstellung auf dem Markt
Das In-Verkehr-Bringen und Bereitstellen von Feuerschutzabschlüssen auf dem Markt analog dieser ÖNORM muss als vollständiges Bauprodukt vom Hersteller erfolgen.

Ein vollständiges Bauprodukt besteht aus Türstöcken/-zargen mit Befestigungs- und Verfüllungsmaterialien, Türblättern, Beschlägen (z.B. Schlösser, Drücker, Zylinder, Türbändern, Schließmittel u.s.w.) allfälligen Dichtungen und Verglasungen.

Die Lieferung der Befestigungs- und Verfüllungsmaterialien für Zargen, die in den Montage- /Einbauanleitungen vom Hersteller exakt definiert sind, darf vom Montagebetrieb erfolgen.

Die Lieferung einzelner Komponenten kann zeitlich getrennt voneinander erfolgen (z.B. Zarge mit Befestigungs- und Verfüllungsmaterialien)."

Die vollständige Norm können Sie bei Austrain Standards kaufen.

Getrennte Anlieferung von Komponenten ist erlaubt
Es ist nach wie vor gestattet, einzelne Komponenten zu verschiedenen Zeitpunkten zu liefern (z.B. Zargen für den Einbau in Leichtbauwände einige Monate vor den Türblättern) –  sofern diese vom gleichen Hersteller stammen und dieser die korrekte Zusammenführung der Komponenten am Einbauort sicherstellt.

Gängige Ausschreibungspraxis nicht zulässig
Nicht erlaubt ist es hingegen, die Zargen und die Türblätter für Feuerschutzabschlüsse getrennt und unabhängig voneinander auszuschreiben und bei unterschiedlichen Herstellern zu beziehen. Die derzeit gelebte Ausschreibungspraxis ist daher nicht mehr zulässig.

Neuerung: Mechatronische Beschläge
Neu in die Norm aufgenommen wurde auch eine Anforderung an mechatronische Beschläge.
 

Wenn solche Beschläge an E-Türen
(= reine Raumabschlusstüren ohne Isolationskriterium) verbaut werden, so müssen diese Beschläge die Eignung dafür in einer Feuerwiderstands-Prüfung nachweisen.
 

Weitere Normen mit diesen Anforderungen
Die neuen Anforderungen werden auch in die ÖNORM B 3851 „Rauchschutztüren“, ÖNORM B 3852 „Feuerschutztore“ und ÖNORM B 3853 „Rauchschutztore“ übernommen, die voraussichtlich auch noch in diesem Jahr in neuen Fassungen aufgelegt werden.

Qualität und Sicherheit bei jedem Werkstoff
Seit jeher liefert Peneder aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen alle Feuer- und Rauchschutzabschlüsse als komplette Elemente. Unabhängig davon, ob Ihre Feuerschutzkonstruktionen aus Stahl, Alu-Glas, Holz oder Textil sein sollen – Peneder garantiert die gesetzeskonforme Ausführung sämtlicher Produkte aus allen Werkstoffen. Und weil es bei der Sicherheit keine Kompromisse gibt, bekommen Sie bei Peneder auch die fachgerechte Montage durch unsere eigenen Mitarbeiter.

Weitere Informationen:
Peneder Kundenberatung

* Feuerschutzabschlüsse – Drehflügeltüren und –tore sowie Pendeltüren – Anforderungen und Prüfungen für ein- und zweiflügelige Elemente

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